»Hauptsache gewonnen«

(lad) Als die VfB Gießen Pointers mit einem 23:41-Rückstand in die Halbzeitpause gingen, hätte wohl niemand damit gerechnet, dass die Regionalliga-Begegnung gegen den MTV Stuttgart noch einmal spannend würde. Doch mit einem immensen Kraftakt und einer geschlossenen Mannschaftsleistung kämpften sich die Mittelhessen nach dem Seitenwechsel zurück und siegten mit 63:59 gegen den Meister von 2013. Damit gewannen die Pointers ihr drittes Heimspiel in Serie, wodurch mittlerweile auch die Tabellensituation wesentlich hoffnungsvoller ist als noch vor wenigen Wochen.

12. Spieltag - Spielbericht

Doch in den ersten beiden Vierteln lief zunächst einmal rein gar nichts beim VfB zusammen. Die Spieler präsentierten sich als einzelne Teile, die sich zu keiner Summe zusammenfügen ließen, sondern in Individualaktionen verstrickten. Und selbst da fehlte das Glück: So traf Gießen in den ersten 20 Minuten gerade einmal 24 Prozent seiner Versuche aus dem Feld, sodass magere 23 Pünktchen hier zu Buche standen. Zudem unterliefen haarsträubende Ballverluste, und man gewährte dem Gegner in der ersten Halbzeit 25 Rebounds, die zu zahlreichen zweiten MTV-Chancen und zum 18-Punkte-Rückstand führten.

»Das war katastrophal. Wir haben dann in der Kabine gesagt, dass wir einfach vergessen, was im ersten und zweiten Viertel war. Wir fangen neu an«, erklärte VfB-Trainer Oleg Rachmakow, dass es vor allem psychologischer Aufbauarbeit bedurfte, um die Pointers auf die zweite Hälfte einzustellen. Und diese funktionierte. Frischen Wind brachte aber auch Mario Kragulj, der nun auf der Aufbauposition den in der ersten Halbzeit glücklosen Alex Göttker ablöste und die zweiten 20 Minuten komplett durchspielte. Vor allem in der Defensive ging ein Ruck durch Gießen, das seinen Gast nicht mehr zum Korb durchkommen ließ. Stuttgart war stattdessen gezwungen, es mit halbfreien Distanzwürfen zu versuchen, und hatte hierbei kein bisschen Erfolg. So kämpfte sich der VfB zum Ende des dritten Viertels auf 43:50 heran, und in der 38. Minute erzielte Zeljko Pavlovic per Dreier das 54:54. In der Schlussphase waren nun vor allem Kapitän Felix Rotaru, der 40 Minuten durchspielte und hier 20 Punkte und 15 Rebounds beisteuerte, und Henry Volkert treffsicher, sodass der VfB Sieg zwölf Sekunden vor dem Ende durch das 61:56 sicher war.

»Die erste Halbzeit war wirklich schlecht. Da müssen wir herausfinden, woran das liegt«, resümierte Rachmakows VfB-Trainerkollege Jan Villwock: »Aber wir haben es geschafft zurückzukommen – Hauptsache gewonnen.«

Gießen Pointers: Schäfer (4),Volkert (16/1), Gansel, Göttker, Pavlovic (18/1), Kragulj (3), Biallas, Henke, Felix Rotaru (20/3; 15 Rebounds), Lev Ron (2).

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