Pointers erwarten Karlsruhe

(sks). Auf dem Papier sehen die Chancen der Gießen Pointers gegen die Karlsruher Basketballer bescheiden aus. Da die Wizards den ProB-Aufstieg aber bereits in der Tasche haben, könnten sie womöglich mit angezogener Handbremse agieren.

Darauf hofft zumindest Coach Daniel Dörr vor dem Heimspiel am Samstag (18 Uhr): "Vielleicht ist die Spannung bei ihnen nicht mehr so hoch." In der Tat spielen die Badener eine starke Saison. Eine Niederlage steht 21 Siegen gegenüber. In den letzten vier Spielen der 1. Regionalliga ist dem Team Rang eins nicht mehr zu nehmen.

Doch auch die Pointers können nach ihrer jüngsten Erfolgsserie entspannt sein. Sechs Punkte trennen die Gießener auf die beiden Tabellenletzten, zudem wurden fast alle direkten Vergleiche mit der Konkurrenz im unteren Drittel des Klassements gewonnen. Gekrönt wurden die starken letzten Wochen mit dem Auswärtssieg in Mannheim. Ein katastrophales zweites Viertel hatte die Mittelhessen ins Hintertreffen gebracht. Entgegen mancher Einbrüche nach dem Seitenwechsel im Verlauf der Saison nahmen die Pointers den Kampf aber an. "Das 30:10 im dritten Abschnitt war schon stark", erinnert sich Dörr. Gießen setzte mit dem 92:84 einen vorentscheidenden Punch im Kampf um den Klassenerhalt.

Zu verlieren hat das Team also nichts. "Wir können etwas entspannter herangehen als in den Vorwochen", erklärt Dörr, der personell voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen kann. Ein Husarenstück müsste seine Mannschaft dennoch vollbringen, wenn der Überraschungssieg gelingen soll.

Angeführt wird diese ausgerechnet von einem auf die 40 zugehenden ehemaligen Nationalspieler: Rouven Roessler. Das "Duracell-Männchen" aus Karlsruhe steht mit dem Aufstieg vor seinem womöglich letzten Triumph. In Diensten der Gießen 46ers war er zwischen 2006 und 2008 für den Klassenerhalt des mittelhessischen Bundesliga-Dinos mitverantwortlich. Sein Lohn: Die Berufung ins Nationalteam und der Schritt aufs internationale Parkett zu Caceres Baloncesto. Beides blieb ein kurzes Intermezzo. Roessler kehrte dem spanischen Zweitligisten schnell den Rücken und wechselte zurück in seine badische Heimat.

Doch auch seine Gießener Zeit hat er nie vergessen. Auf Instagram postet Roessler regelmäßig Bilder seiner aktiven Zeit an der Lahn oder von seinen damaligen Weggefährten.

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