Coach Dejan Kostic im Interview

Vor drei Jahren mischten die VfB Gießen Pointers die Basketball-Szene auf, als sie als Aufsteiger aus der Regionalliga in der Pro B auf Anhieb das Aufstiegsfinale zur Pro A erreichten und hier nur knapp unterlagen. Das zweite Jahr der Pro-B-Zugehörigkeit endete aber mit dem Abstieg, und seit letzter Saison ist der VfB wieder Regionalligist. In dieser mischten die Pointers nach einem zähen Start bis zum Ende um den Aufstieg in die Pro B mit und scheiterten nur um Haaresbreite. Doch in diesem Jahr ist bisher alles anders: Gießen verlor die ersten sechs Saisonpartien und musste zur Konkurrenz vom letzten Tabellenplatz aus emporschauen. Am zurückliegenden Wochenende schließlich gab es den ersehnten Lichtblick in Form des ersten Saisonsieges, der die Pointers wieder in die Spur zurückführen soll. Die AZ sprach mit Trainer Dejan Kostic.

Der VfB, der letztes Jahr noch um die Regionalligameisterschaft mitspielte, startete in diese Saison mit sechs Niederlagen in den ersten sechs Spielen – worin sehen Sie die Ursachen hierfür?

Dejan Kostic: Das waren verschiedene Umstände. So hatten wir erstens einen Umbruch: Wir haben vom letzten Jahr viele junge Leute verloren, die wir in dieser Saison eigentlich darauf vorbereiten wollten, dass sie später die Position der Älteren übernehmen können. Und dann haben alle die Stadt Gießen komplett verlassen. Anders als im letzten Jahr haben wir trotzdem eine gute Vorbereitung gespielt, aber dann kam mit kurzfristigen Ausfällen ein zweiter Faktor: Jonas Weiser hat uns nach Köln verlassen, Sebastian Rotaru hat sich verletzt, Zeljko Pavlovic war erst lange im Urlaub und hat sich dann auch noch an der Hand verletzt, dann fehlte einmal Oliver Biallas, und einmal wurde Felix Rotaru disqualifiziert. Wir haben viele Jugendliche, die aber auch in anderen Mannschaften spielen, und insgesamt konnten wir auf einmal seit zwei Monaten nur drei gegen drei trainieren. In den Spielen kam dann die Enttäuschung.

Jetzt gab es am letzten Wochenende den ersten Saisonsieg – wie hat sich der angefühlt?

Kostic: Es war enorm wichtig, gegen Heidelberg/Kirchheim zu gewinnen. Wir waren echt erleichtert, dass es die ersten zwei Punkte gab. Ich denke, das hat sich in den letzten beiden Spielen bereits angedeutet. Die haben wir nur verloren, weil am Ende die Müdigkeit der erfahrenen Spieler so hoch war. Jetzt geht es darum, das Momentum auszunutzen: Wir sind gut drauf, sind positiv und haben leistungsmäßig eigentlich schon seit drei Spielen einen Lauf.

Im letzten Jahr startete der VfB ab der Saisonmitte eine starke Siegesserie – ist in diesem Jahr eine Parallele möglich?

Kostic: Wir müssen es schaffen, dass Ruhe einkehrt, und ich hoffe, dass Sebastian Rotaru bald zurückkehrt. Wir brauchen aber eigentlich noch einen Scorer – der Abgang von Jonas Weiser hat uns viel Qualität gekostet. Und unsere neuen jungen Leute haben zwar viel Potenzial, aber sie brauchen noch ein paar Jahre, um sich entwickeln zu können. Es wäre wichtig, eine kleine Serie zu starten. Denn es wäre für die Basketball-Region sehr wichtig, dass wir den Regionalliga-Basketball erhalten, damit sich hier die jungen Leute entwickeln können. Nach Heidelberg müssen wir aber erst einmal nach Saarlouis; die sind eine Offensivmaschine. Aber danach kommen die Gegner, wo ich sagen würde: Hier können wir eine Serie schaffen. Unser Ziel ist es, bis Weihnachten noch vier Siege einzufahren und im Mittelfeld zu landen. (lad)

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