HINWEIS: Aufgrund der aktuellen Situation wird der komplette Trainingsbetrieb der ROTH Energie Giessen Pointers mit sofortiger Wirkung pausiert!

Sensation zum Greifen nah

(sks). Über drei Viertel zeigten die Gießen Pointers eine ihrer besten Saisonleistungen in der Basketball-Regionalliga. Erst am Ende mussten sich die Mittelhessen Koblenz mit 74:76 geschlagen geben. Vorausgegangen war eine dramatische Schlussphase.

54 Sekunden waren noch zu spielen, als die Pointers nach zwischenzeitlicher 58:47-Führung mit 71:74 ins Hintertreffen gerieten. Coach Daniel Dörr rief zur Auszeit - und malte einen perfekten Spielzug auf. Nach einer rasanten Passkombination bekam das Team Chris Kenntemich an der Dreierlinie freigespielt, der sicher verwandelte. Der Tabellenzweite aus Koblenz machte Tempo und suchte den schnellen Abschluss, verfehlte aber. Bei noch 18 Sekunden auf der Uhr verschenkten die Pointers dann leichtsinnig den Ball. Es folgte der Nackenschlag der Saison.

SG-Akteur Keith Sherrill stieg unterm Brett empor und versuchte sich am Tip-in. Dabei wurde der Center gefoult und durfte bei noch zwei zu spielenden Sekunden an die Freiwurflinie. "Es ist schade, dass das Spiel so entschieden worden ist und nicht durch die Spieler selbst", moniert Dörr.

Aufgrund der Begleitumstände hatten die Gießener ein grandioses Match geliefert. Ohne Falko Theilig, Tobias Gansel und Dominik Turudic, die krank oder beruflich aussetzen mussten, schien die Sensation über weite Strecken zum Greifen nah. "Uns hat die Tiefe gefehlt", sagt Kapitän David Henke, der in die Startformation gerückt war. "Hinzu kam die hohe Foulbelastung. Fünf Spieler hatten sich früh ihr viertes Foul eingehandelt, ich musste viel wechseln", erklärt Dörr, warum Leistungsträger wie Anthony Watkins oder Kenntemich nur wenig Spielzeit sahen.

Defensiv hatten sich die Pointers in einen Rausch gespielt. Von außen trafen die Gäste so gut wie nichts. Gelungene Aktionen auf der Gegenseite wurden ausgiebig bejubelt. Früh stand fest, dass etwas gehen konnte. Ab dem 26:25 nach Fastbreakpunkten von Watkins (14.) etablierte man eine Führung, die bis in die 37. Minute bestand haben sollte. 42:35 stand es zur Pause.

Als Zeljko Pavlovic mit viel Glück aus dem Pick-and-Roll zum 53:41 abschloss, bat Koblenz zur Auszeit. Über die Boxen der Theodor-Litt-Halle tönte der Faschingsevergreen "Da steht ein Pferd auf dem Flur" von Klaus und Klaus. Dörr hatte buchstäblich gut lachen. Auch die Schlussphase des dritten Quarters gehörte den Pointers. "Am Ende haben Kleinigkeiten das Spiel entschieden", räumt der Coach die Niederlage ein. Eine Verlängerung hätte das Match definitiv verdient gehabt.

Gießen: Sturdivant (15), Semlitsch (2), Schneider (4), Mayer (23), Schäfer (5), Pavlovic (10), Kenntemich (9), Watkins (6), Henke.

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