Zu wilde Aktionen bei den Gießen Pointers

Die Gießen Pointers haben ihr erstes Spiel nach dem Aufstieg in die erste Regionalliga Südwest in eigener Halle mit 77:81 (37:36) gegen den MTV Stuttgart verloren. Die Mannschaft des neuen Trainers Daniel Dörr offenbarte dabei gegen eine nur zu acht angetretene Stuttgarter Auswahl noch ein paar Abstimmungsprobleme an beiden Enden des Feldes und spielte laut Dörr »in den letzten sechs, sieben Minuten nur noch Harakiri«, was sich letztlich als ursächlich für die Niederlage erweisen sollte.

Der Start ins Spiel gelang den Gastgebern gut, die sich schnell auf 14:6 absetzten und den Gäste-Coach zu einer Auszeit zwangen. Aus dieser kamen die Stuttgarter stärker zurück und fanden nach einem Statement-Dunk von Nickolas O’Brian Mosley den Anschluss zum 13:14. Dank eines Dreiers von Chris Kenntemich behauptete Gießen jedoch die Führung und lag nach zehn Minuten mit 19:15 in Front.

Insgesamt war es jedoch ein eher zähes Spiel, indem beide Mannschaften nicht wirklich in ihren Rhythmus kamen. Routinier Zeljko Pavlovic erhörte aus der Distanz auf 25:19 – und dort pendelte sich die Pointers-Führung zunächst ein. Chris Miller legte mit einem Dreipunktspiel zum 29:23 nach, Felix Rotaru tankte sich zum 37:31 durch, doch in der Phase vor der Pause verloren die Gießener den Faden. So war es Rotaru, der nach einer erneut verunglückten Angriffsaktion seinen Mitspielern zurief »spielt doch mal vernünftig!«. Doch nun gelangen den Gästen aus Stuttgartern einige der in dieser Begegnung seltenen schönen Spielzüge, sodass die Baden-Württemberger zur Halbzeit auf 36:37 verkürzten.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Match ausgeglichen, auch wenn die Pointers hier und da einfache Fehler machten. So dribbelte sich beispielsweise Miller im Fastbreak auf den Fuß. Besser machte es wenig später Julian Reinwald, der einen Schnellangriff per Dunking zum 52:50 abschließen konnte. Tim Kosel glitt wenig später elegant durch die Gäste-Deckung und erhöhte auf 61:56. Doch in der Endphase kämpften sich die beherzt auftretenden Schwaben wieder auf 62:63 heran, sodass den Zuschauern ein spannendes letztes Viertel in der Theodor-Litt-Halle bevorstand.

In diesem wurde das Spiel der Dörr-Auswahl jedoch immer kopfloser, denn es wurden zu viele Einzelaktionen gestartet, die nur selten zum Erfolg führten. Stuttgart hingegen hatte nun seinen Rhythmus gefunden und hebelte die Gießener Deckung ein ums andere Mal mit schöner Ballzirkulation aus, sodass die Gäste mit 70:65 in Führung gingen. Gießen wehrte sich nach Kräften, doch Stuttgart hatte nun auch sein Händchen von außen gefunden und lag nach einem Dreier mit 76:66 vorne. In einer hektischen Endphase verkürzte Topscorer Miller noch einmal durch fünf schnelle Zähler auf 75:80, doch zu mehr sollte es für die Pointers nicht mehr reichen.

»Stuttgart ist eine sehr erfahrene und eingespielte Mannschaft. Klar waren sie heute nur zu acht, aber man hat gesehen, dass sie auf diesem Niveau über viel Routine verfügen. Wir haben gut angefangen und gegen ihre Manndeckung auch gute Lösungen gefunden. Allerdings haben wir komplett den Faden verloren, sobald sie Zonenverteidigung gespielt haben. Das passiert uns immer wieder – und daran müssen wir arbeiten. Auch unser Reboundverhalten hat mir nicht gefallen. Es waren aber auch gute Sachen dabei«, bilanzierte Dörr die Partie.

Gießen Pointers: Miller (23), Reinwald (9), Turudic (8), Mayer (8), Kosel (7), Kenntemich (6), Rotaru (5), Klisura (4), Pavlovic (3), Schäfer (3), Henke, Gansel.

Fotos vom 1. Spieltag - © Harald Friedrich

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