Pointers planen für den Aufstieg

Im vorletzten Spiel hatten die VfB Gießen Pointers in der 2. Basketball-Regionalliga einen Big Point gelandet, als sie Tabellenführer Koblenz II schlugen. Dies nährte seinerzeit die Hoffnungen auf den Titelgewinn aufs Neue. Doch diese zerplatzten in der letzten Partie jäh, als Gießen nach Verlängerung gegen Langen II verlor. Jetzt wollen die Mittelhessen in ihrem vorletzten Saisonspiel und dem letzten Heimspiel gegen die SKG Roßdorf noch einmal Gas geben. Spielbeginn in der Theodor-Litt-Halle ist am Sonntag um 17.30 Uhr.

»Wir wollen uns gut vom Publikum verabschieden und die Zuschauer begeistern. Das kann nur über einen Sieg gehen«, sagt VfB-Trainer Dejan Kostic. Auf die Tabelle wird dies keine Auswirkungen haben, denn: Gießen hat Platz zwei sicher und kann von diesem nicht mehr verdrängt werden. Platz eins geht theoretisch noch, aber dafür müsste der VfB seine letzten zwei Spiele gewinnen und Koblenz all seine drei noch ausstehenden Partien verlieren. Gewinnen die Rheinland-Pfälzer auch nur eine Partie, sind sie Meister.

Aber es könnte für die Lahnstädter dennoch zum Aufstieg genügen, denn die erste Koblenzer Mannschaft ist in der 1. Regionalliga »nur« Dritter mit gehörigem Abstand zu Tabellenführer Schwenningen. Auch hier steigt nur der Erste auf, und Schwenningen will unbedingt in die ProB. Das ist gut für die Pointers, denn: »Zwei Mannschaften vom gleichen Verein können nicht in der 1. RLSW spielen. Sollte der Tabellenerste nicht aufsteigen wollen oder können, geht das Aufstiegsrecht auf den Zweiten über«, klärt Marco Marzi, Spielleiter der 1. Regionalliga, auf Anfrage dieser Zeitung auf. Hartmut Großmann, Spielleiter der 2. Regionalliga, wird noch konkreter: »Wenn die SG Lützel-Koblenz in der 1. Regio verbleibt, kann die zweite Mannschaft nicht in die 1. Regio aufstiegen. Dann hat der Zweite der 2. Regio das Aufstiegsrecht in die 1. Regio.« Sprich: Gießen muss hoffen, dass Koblenz I nicht doch noch das sportliche Wunder schafft und Schwenningen abfängt oder auf andere Weise an eine Lizenz kommt. Und selbst wenn das so wäre, hieße das ebenfalls immer noch nicht, dass die Zweite ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen würde.

Die Eier sind zwar noch ungelegt, aber man kann sie bereits ertasten. Entsprechend sagt Kostic: »Dass die Chancen auf den ersten Platz jetzt so gering sind, ist schade, aber wir wollen unsere sehr gute Saison wegen dem einen Spieltag nicht infrage stellen. Wir befassen uns mit dem Aufstieg und wollen ihn wahrnehmen.«

Im Duell gegen die insidestarken Roßdorfer um Ivan Gombovic und Matevs Domajnko, die noch gegen den Abstieg kämpfen, kann er wieder auf Tobias Gansel setzen, während Malte Herwig mit einer Rückenverletzung für den Rest der Saison ausfällt.