Lucas Mayer hat nicht nur beim Basketball Drive

20 Jahre jung - und schon Führungsspieler bei den Gießen Pointers. Lucas Mayer hat eine klare Vorstellung vom Basketball und von seinem Leben. Im Interview erklärt er, was für ihn wichtig ist und warum der Blockbuster Forrest Gump sein Lieblingsfilm ist.

Wenn Lucas Mayer den Basketball in den Händen hält, gibt es für ihn kein Halten mehr. Ihn fasziniert das Spiel zwischen den beiden Körben. Mayers Markenzeichen ist der unaufhaltsame Drive zum Korb. Zurzeit managt der variable Guard die Doppelbelastung Studium und Sport. Das ist aber für den zielorientierten 20-Jährigen, der von seiner Familie immer die volle Unterstützung erhalten hat, kein Problem. Nicht nur dafür ist er dankbar, sondern auch, dass er die ganzen Jahre Basketball weitestgehend verletzungsfrei überstanden hat.

Sie stehen im Klausur-Stress. Was liegt bei Ihnen gerade an?

Ich bin jetzt im vierten Semester (medizinisches Management) - und in den nächsten zwei Wochen stehen vier Klausuren an. Dementsprechend verbringe ich im Moment sehr viel Zeit in der Uni und in der Bibliothek, um zu lernen. Zwischendurch gehe ich aber ins Teamtraining und zum Krafttraining, um auch mal den Kopf frei zu bekommen.

Sie sind der Spieler, der bei den Pointers mit knapp über 30 Minuten am längsten auf dem Court ist. Trotz Ihrer erst 20 Jahre zählen Sie zu den Leistungsträgern. Wie kam es dazu?

Mittlerweile spiele ich in meiner vierten Saison bei den Pointers. Am Anfang war es natürlich das Ziel, auf diesem Niveau Fuß zu fassen, was ich durch das Vertrauen meiner Trainer schnell erreichen konnte. Dadurch habe ich Erfahrungen gesammelt und konnte mir so meine Position Stück für Stück erarbeiten.

Gab es in Ihrer Laufbahn einen Trainer, der Sie besonders geprägt hat?

Grundsätzlich bin ich für alle Trainer, die ich in meiner Laufbahn hatte, dankbar, da mich alle ein Stück weit geprägt haben. Besonders hervorheben möchte ich aber Dejan Kostic, der mich bereits im Alter von zehn Jahren bei "den Großen" (U14) mittrainieren lassen hat. In diesen Jahren konnte ich viel lernen, was mir in meiner weiteren Entwicklung sehr geholfen hat. Außerdem holte er mich mit 16 Jahren zu den Pointers, bei denen er mir schon im ersten Jahr viel Spielzeit, Vertrauen und Verantwortung gegeben hat.

Warum haben Sie sich ausgerechnet für Basketball entschieden?

Im Grunde bin ich durch meinen großen Bruder zum Basketball gekommen, mit dem ich oft auf der Straße auf einen Korb gezockt habe. Als ich dann das erste Mal mit sieben Jahren beim Training in Langgöns dabei war, habe ich gemerkt, dass dieses schnelle, abwechslungsreiche und teamorientierte Spiel mir große Freude bereitet. Daraufhin habe ich mich sofort beim Fußballverein abgemeldet und mich nur noch auf Basketball konzentriert.

Sie treten in der 1. Regionalliga sehr dominant auf. Ist ein erneuter Wechsel zu den Gießen 46ers Rackelos in die ProB in Ihren Gedanken?

Es ist auf jeden Fall das Ziel von mir, in der ProB zu spielen. Ich war bereits letzte Saison im Kader der Rackelos, habe allerdings kaum Chancen bekommen, mich zu beweisen. Von daher war der "Schritt zurück" für mich sehr wichtig, da ich in der jetzigen Situation bei den Pointers eine Führungsrolle einnehmen kann und viel Verantwortung im Team trage. Das bringt mich als Spieler kontinuierlich weiter und pusht demnach mein Selbstvertrauen.

Sie haben mit 46ers-Spielmacher Bjarne Kraushaar in den Jugendteams des BBLZ gespielt, anschließend für die JBBL und NBBL der BA Gießen 46ers. Inwieweit verfolgen Sie den Werdegang Ihres früheren Spezies?

Wir haben immer noch Kontakt miteinander - und im Sommer haben wir auch öfter mal zusammen oder gegeneinander gezockt. Sofern ich nicht selbst spiele, schaue ich mir auch die Spiele der 46ers an und finde es cool, zu sehen, wie sich Bjarne entwickelt hat. Ich denke, er kann zukünftig eine noch größere Rolle in der Bundesliga einnehmen. An die Jugendzeit erinnere ich mich sehr gerne zurück, weil wir sehr erfolgreich waren und schönen und teamorientierten Basketball gespielt haben.

Mit 18,5 Punkten pro Spiel sind Sie einer der wenigen deutschen Spieler, die in der Regionalliga im Punkte-Ranking weit vorne liegen. Würden Sie sich als Scorer bezeichnen?

Grundsätzlich war ich immer ein Allround-Spieler und spiele immer teamorientiert. Durch meine gesammelten Erfahrungen und meine verbesserte Athletik sowie ein besseres Spielverständnis konnte ich jede Saison meinen Punkteschnitt steigern. Die letzten Saisons wollte ich nutzen, um mich zu einem Führungsspieler zu entwickeln, und habe immer mehr versucht, das Heft in die Hand zu nehmen, was sich in meiner Punkteausbeute widerspiegelt. Dadurch konnte ich viel Selbstvertrauen aufbauen und weiß nun, meine Stärken richtig und effizient einzusetzen.

Woran müssen Sie noch speziell arbeiten?

Ich bin momentan sehr zufrieden mit meinem Spiel, aber es gibt immer Dinge, an denen man arbeiten kann. Ich habe mit meinem Coach Daniel Dörr schon darüber gesprochen, dass mir teilweise noch vermeidbare Ballverluste passieren. Ich schaue mir selber jedes Spiel nochmal auf Video an, um zu sehen, welche Fehler ich vermeiden kann. Besonders im Training versuche ich, dann auf diese Dinge zu achten, um sie zukünftig besser zu machen.

Haben Sie vor dem Spiel ein Ritual?

Ja. Ich versuche, am Spieltag immer auszuschlafen und den Tag relativ entspannt zu gestalten. Vor dem Spiel esse ich immer Nudeln, entweder zu Hause frisch gekocht oder bei längeren Auswärtsfahrten auch mal einen Nudelsalat. Dann versuche ich, noch zu relaxen und höre meine Basketball-Playlist. Ich bin meistens einer der ersten in der Halle und habe dort auch vor jedem Spiel einen bestimmten Ablauf beim Aufwärmen.

Bislang läuft es bei den Gießen Pointers eher holprig - und das nach einem guten Start. Was sind für Sie die Gründe dafür?

Meiner Meinung nach fehlt uns oft der "Killer-Instinkt". Wir starten meist gut in die Spiele und erarbeiten uns eine Führung. Dann sind wir aber nicht in der Lage, diese zu verwalten und bis zum Ende des Spiels auszubauen, sondern fallen vor allem nach dem Seitenwechsel oft in ein Loch, wo es dann schwer wird, sich wieder herauszukämpfen. Beim Sieg am Samstag gegen Saarlouis haben wir es geschafft, unsere Führung fast über das gesamte Spiel zu halten und haben es am Ende, wenn auch knapp, nach Hause gebracht. Vielleicht ist das ja wieder ein Wendepunkt für uns - und es geht wieder bergauf.

Der Blockbuster Forrest Gump ist Ihr Lieblingsfilm. Was fasziniert Sie an ihm?

Ich finde die Figur Forrest Gump sehr inspirierend, da sie positive Werte vermittelt und gute Charaktereigenschaften hat, an denen man sich orientieren sollte. Sie ist sehr diszipliniert und führt Dinge zu Ende, die sie einmal begonnen hat. Auch bei Erfolg bleibt sie bodenständig und bescheiden. Außerdem ist sie sehr fleißig und braucht keine Motivation von außen, sondern tut Dinge aus Begeisterung. Davon könnte sich wahrscheinlich jeder eine Scheibe abschneiden.

Welchen Stellenwert nimmt Basketball für Sie im Leben ein?

Basketball hat schon seit meinem siebten Lebensjahr einen enorm hohen Stellenwert für mich. Ich investiere sehr viel Freizeit, um mich auch außerhalb des Teamtrainings stetig zu verbessern. Allerdings habe ich mich vor zwei Jahren dafür entschieden, ein Studium zu beginnen und weiß über die Wichtigkeit einer guten Bildung. Deshalb versuche ich, diese beiden Dinge miteinander zu koordinieren, was mir momentan auch gut gelingt. Ich weiß, dass Basketball mich mein ganzes Leben begleiten wird, egal, wo mich der berufliche Weg hinführen wird. Ich werde also versuchen, solange wie möglich Basketball zu spielen - und das auf dem höchstmöglichen Niveau.

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