Generationswechsel bei den Pointers

(lad) Alte Liebe rostet nicht, auch nicht nach einer kleinen Auszeit: Beim Absteiger aus der Basketball-Regionalliga, den VfB Gießen Pointers, wird in der bevorstehenden Saison wieder Dejan Kostic an der Seitenlinie stehen und seine von früher bekannten Systeme lehren.

Dies hatte er zuvor bereits neun Jahre lang gemacht, bevor er während der letzten Saison eine einjährige Liaison mit dem Pro-B-Ligisten TV Langen ausprobierte. Beim VfB ist er nun mit einem Generationswechsel konfrontiert und will in den nächsten Jahren in der 2. Regionalliga ein neues Team zusammenschmieden, das wieder zu alter Stärke (und auch wieder in die höheren Ligen) findet.

Kommen/Gehen

Während der Trainer ein Altbekannter ist, ist beinahe alles andere anders. Nahezu alle Leistungsträger der vergangenen Jahre haben die Pointers verlassen. Besonders der Verlust des immer kämpfenden Kapitäns Felix Rotaru dürfte schwer wiegen, der genau wie sein Bruder Sebastian seine Karriere beendete und maximal in vereinzelten Fällen als Aushilfe bereitsteht. Rotaru war als scorender Center, als Antreiber des Teams und als Identifikationsfigur für die Fans unersetzlich; seinen Verlust zu kompensieren, dürfte Kostic vor große Probleme stellen. Einen weiteren Center verliert der VfB mit Oliver Biallas, der am Familienleben bastelt und »zum Zocken« zu seinen Wurzeln nach Langgöns zurückkehrt. Zumindest in der Hinrunde wird auch Aufbauspieler Alex Göttker fehlen, der im Auslandssemester verweilt, aber eventuell im Winter wieder verfügbar ist. Lange fraglich war der Verbleib von Zeljko Pavlovic, der schon im letzten Jahr beruflich sehr eingespannt war. Nach langem Zögern wird der inzwischen 35-jährige Comboguard auch in diesem Jahr wieder zur Verfügung stehen, allerdings ebenfalls wieder mit großen Einschränkungen und Abstrichen versehen. Weg sind auch die im letzten Jahr gekommenen und zu Stützen gewordenen Henry Volkert, Harlan Fuller und Aner Lev Ron. Was bleibt also? Ehrlich gesagt nicht viel. Was kommt neu hinzu? Auch nicht besonders viel. Immerhin wird Kostic mit Malte Herwig wieder einen Knaller unter den Brettern stehen haben, der Center spielte zuletzt in der Pro B für Lich. Und Vielwechsler Giuseppe Modugno kehrt ebenfalls zurück. »Die Lage beim VfB ist sehr schwierig, alles muss neu strukturisiert und organisiert werden. In den ersten Monaten verlief es aber gut«, erklärt Pointers-Trainer Kostic. »Wir setzen jetzt auf jung, bauen ein Projekt für die nächsten vier Jahre auf.« Und dieses soll immer wieder mit Jugendspielern verstärkt werden.

Stärken/Schwächen

Die gravierendste Schwäche ergibt sich beim Blick auf den Kader: Dieser umfasst gerade einmal zehn Spieler, von denen die Hälfte noch im Jugendalter ist. Der erwartungsgemäß stärkste Akteur dürfte Dauerbrenner Zeljko Pavlovic sein, der aber mittlerweile bereits 35 Jahre alt ist und schon in der letzten Saison aus beruflichen Gründen rund die Hälfte aller Spiele verpasste. Fehlt er, könnte es richtig dünn werden für die Pointers. Doch so klein der Kader auch ist, so hat er durchaus Qualität. Und den Riesenvorteil, dass beinahe alle Spieler bereits in den Jahren vor seinem Abschied unter Neu-Trainer Kostic trainierten, also mit seinen Systemen und seiner Art vertraut sind. Und der VfB kommt immerhin als Absteiger daher, kennt also noch die härtere und niveauvollere Gangart der höheren Liga. So schätzt auch Gießens Sportlicher Leiter Günter Sikorski seine Mannschaft nicht als Außenseiter ein: »Wir wollen schon oben mitspielen. Der Kader ist nicht schlecht bestückt, uns fehlt nur die Tiefe.«

Fazit/Prognose

Der Kader ist in der Tat ungewöhnlich klein, und obendrein wird der letzte verbliebene Leitwolf, Zeljko Pavlovic, wie im letzten Jahr oftmals ausfallen. In Bestbesetzung dürfte der VfB zwar mit den besten Teams mithalten dürfen, zumindest was die Starting Five angeht. Fallen aber auch nur ein oder zwei Spieler krank oder verletzt aus, erscheint die Mannschaft kaum konkurrenzfähig. Wenn sich das Team nicht im Laufe der Saison verstärkt, könnte also sogar der Abstiegskampf drohen.

Konkurrenz

»Der TV Lich II ist namentlich sehr interessant, vielleicht spielen die um den Aufstieg«, nennt Kostic seinen Aufstiegsfavoriten. »Aber generell mache ich mir keine Gedanken über die anderen Mannschaften«, erklärt der Coach, dass sein Augenmerk primär dem Neuaufbau seines eigenen Teams gewidmet ist.

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