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17. Spieltag - Spielbericht |
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Montag, 23. Januar 2012 |
Pointers drei Viertel lang ebenbürtig
Gießen verliert gegen Rhöndorf 71:89 – Starke Amerikaner – »Haben eine Verbesserung erzielt«
(lad) Von der Tabellensituation her scheinen die VfB Gießen Pointers in der Südgruppe der Pro B Abstiegskandidat Nummer eins zu sein. Auf dem Feld präsentierten sich die Mittelhessen gegen die favorisierten Dragons Rhöndorf am Sonntagabend aber alles andere als abstiegsreif und waren dem Aufstiegsaspiranten über mehr als drei Viertel hinweg völlig ebenbürtig. Allerdings konnte auch diese zuversichtlich stimmende Vorstellung nichts daran ändern, dass der VfB in den Schlussminuten doch noch einbrach. Nach dem zu hoch ausgefallenen 71:89 (44:47) ist Gießen nun der erste offizielle Playdown-Teilnehmer der Südgruppe und wird das kleine Wunder des Vorjahres auf keinen Fall wiederholen können.
»Wir haben eine Verbesserung erzielt, und größte Teile des Spiels haben
mir gut gefallen. Vor allem Derrick Stevens hat in der ersten Halbzeit
wahnsinnig gut gespielt, auch Jarrel Smith war ein wichtiger Faktor.
Rhöndorf hat eine qualitativ hochwertigere Mannschaft, und wir konnten
über 30 Minuten lang mithalten – das lässt für die Playdowns hoffen«,
war Pointers-Trainer Dejan Kostic nach Spielende positiv beeindruckt vom
Auftritt seines Teams. Allerdings musste er dem Gegner auch eine
Überlegenheit einräumen: »Rhöndorfs Bullen unter dem Korb waren
insgesamt nicht zu kontrollieren.« So legten die Dragons mit einem
satten Rebound-Plus von 46:24 den Grundstein für das beeindruckende
Finish im letzten Viertel, das den Gästen den Sieg brachte.
Zuvor hatte es lange Zeit danach ausgesehen, als könnte der VfB die
Überraschung schaffen. Angeführt von zwei glänzend aufgelegten
Amerikanern stahlen die Pointers ihrem Gast anfangs sogar die Show.
Während Smith hochprozentig aus der Nahdistanz traf und im ersten
Viertel bereits acht seiner letztlich 21 Punkte erzielte, beeindruckte
Spielmacher Stevens von der Dreierlinie: In der ersten Halbzeit traf der
31-Jährige sechs seiner ersten sieben Dreierversuche und kam damit
bereits in den ersten 20 Minuten auf stattliche 20 Punkte. Insgesamt
ließ Gießen den Ball gut laufen und ging von 7:10 (4.) mit 23:17 (9.) in
Führung; auch in Minute zwölf hieß es noch 26:22. Danach kamen die
Drachen besser ins Spiel, die sich in der Schlussminute der ersten
Halbzeit dank eines Dreiers des mit 31 Punkten und 13 Rebounds
überragenden Shootingguards Stuart Turnbull den 47:44-Vorsprung
sicherten.
Auch Viertel drei war ausgeglichen, und Gießen überzeugte mit stabiler
Defensive und gutem Zusammenspiel in der Offensive. Zwar gab es hier
nach 24 Minuten einen »Aufreger«, nachdem Oliver Biallas mit seinem
zweiten »T« sein insgesamt fünftes Foul bekam, das ebenso überzogen
gepfiffen worden war wie zuvor sein erstes, und der Center musste auf
die Bank. Dennoch hielt Gießen zum Viertelende mit 62:65 den Anschluss
und war in der 32. Minute bei 64:66 sogar in Ballbesitz. Aber nun wurde
der VfB nervös bzw. verlor sein Glück und damit den Faden. Ein
Ballverlust in Form eines Fehlpasses oder -wurfes reihte sich nun an den
anderen, was Rhöndorf konsequent zum verdienten Sieg ausnutzte. Aber
trotz der 13. Niederlage in Folge kann Gießen durchaus Mut aus dieser
Begegnung schöpfen.
Gießen: Stevens (24/6), Zabel, Biallas (4), Smith (21/1), Felix Rotaru
(12), Pavlovic (5), Dominic Lockhart (5), Sherman Lockhart.
Rhöndorf: Larsen (11/3), Turnbull (31/2), Kasper (13), Koch (2), Jones (21), Reksna, Eisenberger (4), Tukiss (3), Leschek (4).
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