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Sonntag, 26. Mai 2013 04:21
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Playoffs - Runde1/Spiel3 - Spielbericht
Mittwoch, 16. März 2011

Sensation: Pointers kämpfen Schwelm nieder


Schwelmer Baskets Pavlovic mit 25 Punkten gegen Favoriten – Neuauflage des Hessenderbys gegen Lich perfekt – »Das war wahnsinnig«

(dlu) Was für ein Paukenschlag! Die Basketballer des VfB 1900 Gießen haben in den Playoffs der Pro B ihren Auswärtscoup bei den Schwelmer Baskets wiederholen können und für eine faustdicke Überraschung gesorgt.

Das Team von Trainer Dejan Kostic setzte sich im dritten und entscheidenden Spiel mit 87:84 gegen den Favoriten durch und machte mit dem Einzug in die zweite Playoff-Runde gleich zwei mittelhessische Basketballträume wahr: Nicht nur hätte kaum jemand mit einem solch guten Abschneiden der Pointers gerechnet, es kommt in der nächsten Runde nun als Sahnehäubchen auch noch zur Neuauflage des Derbys gegen die Licher Basketbären (1. Spiel am Samstag, 20 Uhr, in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle in Lich).

»Das war wahnsinnig«, jubelte Kostic nach dem Spiel, »ich bin unglaublich stolz, dass die Spieler die Dinge, die wir besprochen hatten, umgesetzt haben. Den VfB Gießen darf man nie abschreiben«, schickte er schon einmal warnende Worte an die Konkurrenz. Aber bereits vor dem Spiel war er sich seiner Sache ganz sicher: »Ich habe zum Fahrer gesagt, ›Wenn wir nicht gewinnen, lass mich hier – und ich muss sehen, wie ich nach Hause komme‹« , schmunzelte er.

Dabei ließ seine Mannschaft den Serben lange Zeit im Unklaren darüber, ob er den Rückweg zu Fuß antreten muss. Bis zum Ende des dritten Viertels blieb die Partie haucheng. Dann legte Gießen einen 10:0-Run hin und konnte sich erstmals leicht absetzen. Doch noch wollten sich die Schwelmer nicht geschlagen geben, kämpften sich auf ein 80:82 heran. 54 Sekunden verblieben noch auf der Uhr, doch die VfB’ler in Person von Kimmani Barrett und Zeljko Pavlovic behielten an der Freiwurflinie die Nerven und brachten ihrem Team den Sieg.

Bedenken, das Spiel doch noch zu verlieren, habe Kostic nie gehabt, berichtet er: »Wir wollten unbedingt das Spiel gegen Lich vor einer vollen Halle, das hat uns nach vorne getrieben.« Es sei klar gewesen, dass die Baskets noch einmal zurückkommen würden, schließlich seien diese nicht umsonst Meister der Norddivision – aber »wir haben mehr Leidenschaft entwickelt, das war ein absolut verdienter Sieg«, war Kostic zufrieden.

Ein Sonderlob erarbeitete sich unterdessen Flügelspieler Pavlovic, der mit 25 Punkten ein Garant des Gießener Überraschungserfolges war. Kostic verriet: »Das war sein Spiel, das hat man gemerkt - er war heiß, also haben wir viele Optionen auf ihn gespielt.« Aber auch der zweite Routinier in Reihen der Gießener, Center Felix Rotaru, war mit 19 Punkten ein weiterer Baustein für den Sieg. »Zeljko und er sind die Leitwölfe, die diese Mannschaft seit Jahren tragen«, bekamen beide von ihrem Coach ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht, die Vorbereitung. auf das Hessenderby gegen Lich steht an. »Im Derby stehen die Chancen immer 50:50«, zeigt Kostic sich kampfeslustig, »da gibt es keinen Sieger bis zur letzten Minute«. Man darf gespannt sein, ob er aus der Bierstadt nach Hause laufen muss...

Schwelmer Baskets: Holmes (12/1), Opitz (3/1), Kramer, Doll, Malbeck (5), Dücker (8), Gentgen (11/2), Dohmen (6), Bunts (23/5), Speier (16).

VfB 1900 Gießen: Wosnitza, Zabel (2), Czepczynski (3/1), Barrett (14), Pavlovic (25/4), Rotaru Sebastian (5), Biallas (1), Unger (2), Rotaru Felix (19), Johnson (16/3).
 
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