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Playoffs - Runde1/Spiel3 - Spielbericht |
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Mittwoch, 16. März 2011 |
Sensation: Pointers kämpfen Schwelm nieder
Pavlovic mit 25 Punkten gegen Favoriten – Neuauflage des Hessenderbys gegen Lich perfekt – »Das war wahnsinnig«
(dlu) Was für ein Paukenschlag! Die Basketballer des VfB 1900 Gießen haben in den Playoffs der Pro B ihren Auswärtscoup bei den Schwelmer Baskets wiederholen können und für eine faustdicke Überraschung gesorgt.
Das Team von Trainer Dejan Kostic setzte sich im dritten und
entscheidenden Spiel mit 87:84 gegen den Favoriten durch und machte mit
dem Einzug in die zweite Playoff-Runde gleich zwei mittelhessische
Basketballträume wahr: Nicht nur hätte kaum jemand mit einem solch guten
Abschneiden der Pointers gerechnet, es kommt in der nächsten Runde nun
als Sahnehäubchen auch noch zur Neuauflage des Derbys gegen die Licher
Basketbären (1. Spiel am Samstag, 20 Uhr, in der
Dietrich-Bonhoeffer-Halle in Lich).
»Das war wahnsinnig«, jubelte Kostic nach dem Spiel, »ich bin
unglaublich stolz, dass die Spieler die Dinge, die wir besprochen
hatten, umgesetzt haben. Den VfB Gießen darf man nie abschreiben«,
schickte er schon einmal warnende Worte an die Konkurrenz. Aber bereits
vor dem Spiel war er sich seiner Sache ganz sicher: »Ich habe zum Fahrer
gesagt, ›Wenn wir nicht gewinnen, lass mich hier – und ich muss sehen,
wie ich nach Hause komme‹« , schmunzelte er.
Dabei ließ seine Mannschaft den Serben lange Zeit im Unklaren darüber,
ob er den Rückweg zu Fuß antreten muss. Bis zum Ende des dritten
Viertels blieb die Partie haucheng. Dann legte Gießen einen 10:0-Run hin
und konnte sich erstmals leicht absetzen. Doch noch wollten sich die
Schwelmer nicht geschlagen geben, kämpften sich auf ein 80:82 heran. 54
Sekunden verblieben noch auf der Uhr, doch die VfB’ler in Person von
Kimmani Barrett und Zeljko Pavlovic behielten an der Freiwurflinie die
Nerven und brachten ihrem Team den Sieg.
Bedenken, das Spiel doch noch zu verlieren, habe Kostic nie gehabt,
berichtet er: »Wir wollten unbedingt das Spiel gegen Lich vor einer
vollen Halle, das hat uns nach vorne getrieben.« Es sei klar gewesen,
dass die Baskets noch einmal zurückkommen würden, schließlich seien
diese nicht umsonst Meister der Norddivision – aber »wir haben mehr
Leidenschaft entwickelt, das war ein absolut verdienter Sieg«, war
Kostic zufrieden.
Ein Sonderlob erarbeitete sich unterdessen Flügelspieler Pavlovic, der
mit 25 Punkten ein Garant des Gießener Überraschungserfolges war. Kostic
verriet: »Das war sein Spiel, das hat man gemerkt - er war heiß, also
haben wir viele Optionen auf ihn gespielt.« Aber auch der zweite
Routinier in Reihen der Gießener, Center Felix Rotaru, war mit 19
Punkten ein weiterer Baustein für den Sieg. »Zeljko und er sind die
Leitwölfe, die diese Mannschaft seit Jahren tragen«, bekamen beide von
ihrem Coach ein gutes Zeugnis ausgestellt.
Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht, die Vorbereitung. auf das
Hessenderby gegen Lich steht an. »Im Derby stehen die Chancen immer
50:50«, zeigt Kostic sich kampfeslustig, »da gibt es keinen Sieger bis
zur letzten Minute«. Man darf gespannt sein, ob er aus der Bierstadt
nach Hause laufen muss...
Schwelmer Baskets: Holmes (12/1), Opitz (3/1), Kramer, Doll, Malbeck (5), Dücker (8), Gentgen (11/2), Dohmen (6), Bunts (23/5), Speier (16).
VfB 1900 Gießen: Wosnitza, Zabel (2), Czepczynski (3/1), Barrett
(14), Pavlovic (25/4), Rotaru Sebastian (5), Biallas (1), Unger (2),
Rotaru Felix (19), Johnson (16/3).
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