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Playoffs - Runde1/Spiel1 - Spielbericht |
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Montag, 7. März 2011 |
Pointers gelingt Sensation
Gießener gewinnen beim Nordmeister in Schwelm 83:81 – »Alle ein Lob verdient«
(lad) »Die Playoffs schreiben ihre eigenen Gesetze! Heute haben echt alle ein Lob verdient!«, schwärmte Dejan Kostic, Trainer der VfB 1900 Gießen Pointers, am Samstagabend. Zuvor hatte seine Basketball-Mannschaft für die erste Überraschung der im Modus Best-of-Three ausgetragenen Pro-B-Playoffs gesorgt, denn als krasser Außenseiter gewann diese beim favorisierten Nordmeister Schwelmer Baskets mit 83:81 (38:38) und legte vor dem Heimspiel am Sonntag in der Osthalle einen optimalen Grundstein für ein eventuelles Erreichen der zweiten Playoff-Runde.
»Das war eine taktisch gute Leistung; die Spieler haben die
Marschroute komplett umgesetzt und den Siegeswillen gehabt. Das zeigt,
was in dieser Mannschaft steckt. Ich bin überglücklich«, jubelte der
Coach. In einer Partie auf sehr ansprechendem Niveau hatte die
Gastgeber, die als Nordmeister ihre Punktrunde mit Bilanzen der
Superlative beendet hatte (Meiste Siege, beste Trefferquoten in allen
Bereichen, meiste Dreier, meiste Rebounds, meiste Assists, meiste
Punkte, beste Korbdifferenz), offensichtlich wohl eher mit einem
Selbstläufer in die zweiten Runde als mit einem derartig diszipliniert
auftretenden Underdog gerechnet. Vor allem mit so in dieser Saison noch
nicht gezeigter Effizienz machte Gießen den Schwelmern das Leben schwer
und traf phänomenale 72 Prozent aus der Nahdistanz und 47 Prozent von
der Dreierlinie. Ab der fünften Minute setzte der VfB mit starkem
Insidespiel erstmals einen 8:0-Lauf auf 16:11 (7.) an und freute sich
kurz darauf sogar über ein 20:13 (9.), bevor der geschockte Favorit dank
guter Dreierschützen einen Gegenlauf von 13:0 bis zum 26:20 (13.)
hinlegte. Aber die Mittelhessen ließen sich dadurch nicht verunsichern
und waren beim 33:32 durch den guten Patrick Unger wieder vorn; Marcus
Johnson erzielte kurz vor der Sirene den psychologisch wichtigen
38:38-Ausgleich zur Halbzeitpause.
Im dritten Viertel schien nun alles seine erwarteten Bahnen zu
nehmen, denn die größenmäßig überlegenen Schwelmer, gegen die Kostic mit
Felix Rotaru und Oliver Biallas gleich zwei Center in die Starting Five
gestellt hatte, zogen nun über 49:41 (23.) auf 63:48 (26.) davon. Aber
da wussten die sich allmählich in Sicherheit wiegenden Baskets noch
nicht, dass dies die einzige Schwächephase Gießens bleiben sollte. Zum
Viertelende traf Vincent Zabel einen wichtigen Dreier und brachte sein
Team vor den letzten zehn Minuten mit 57:65 auf Schlagdistanz. Und im
letzten Viertel spielten die Universitätsstädter wie entfesselt: Zuerst
versenkte Zabel seinenr Dreier zum 67:70., und nach einem
zwischenzeitigen Schwelmer Dreier besorgten Zeljko Pavlovic aus der
Distanz und Kimmani Barrett mit einem Drei-Punkt-Spiel den
73:73-Ausgleich (37.). Die Gastgeber gingen mit einem leichten
81:79-Vorteil in die letzte Minute, aber zuerst zeigte der starke Zabel
ein ruhiges Händchen mit zwei Freiwurftreffern zum Ausgleich, bevor nach
einem Defensiv-Rebound Johnson mit dem letzten Angriff vier Sekunden
vor Schluss zum 83:81 die Überraschung perfekt machte.
Schwelmer Baskets: Holmes (22/4), Gentgen (1), Dohmen (4), Bunts (14/3), Speier (25/1), Opitz, Kramer (9), Doll, Malbeck, Dücker (6).
VfB 1900 Gießen Pointers: Czepczynski (7/1), Barrett
(25/2), Biallas (4), Felix Rotaru (4), Johnson (11/1), Zabel (8/2),
Göttker, Pavlovic (12/2), Sebastian Rotaru (2), Unger (10).
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