Big Point für die Pointers im Titelkampf

Die VfB Gießen Pointers verwandeln den Kampf um die Meisterschaft in der 2. Basketball-Regionalliga in einen Zweikampf. Zu verdanken ist dies dem Big Point, den die Mittelhessen am Sonntagabend landeten: Im Spitzenspiel schlug der Tabellenzweite die auf Rang drei geführte Eintracht Frankfurt. Nachdem die Mittelhessen in der Hinrunde gegen die Mainstädter noch mit 62:69 verloren hatten, fegten sie den Tabellennachbarn nun mit 66:45 (40:23) aus der Theodor-Litt-Halle. Damit hat die Eintracht zwei Niederlagen mehr als Gießen und den direkten Vergleich verloren – und damit auch den Anschluss an die Pointers.

»Wir haben eine bombenstarke Verteidigung gespielt und Frankfurt völlig aus dem Konzept gebracht. Das war echt top – ich muss ein großes Lob aussprechen«, war VfB-Trainer Dejan Kostic sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Und er konnte in dieser sogar einen neuen Spieler begrüßen: »Gestern kam seine Freigabe, und wir haben ihn kurzfristig geholt, um unsere Ausfälle auf den Guard-Positionen zu kompensieren. Ich denke, dass er eine sehr gute Verstärkung sein wird«, sagte Kostic über den neuen Mann. Der 22-jährige Combo-Guard heißt Ivica Siric und spielte zuletzt in der ersten bosnischen Liga. Bei seinem Debüt kam er zu 22 Minuten Spielzeit. Überhaupt spielte Gießen mit einer großen Rotation, denn aus dem Elfer-Kader erhielten alle viel Spielzeit. »Das hat uns zwar Schwierigkeiten gemacht, den Rhythmus hochzuhalten. Aber wir haben das gemacht, um nach der Pause allen Praxis zu geben«, sagte der Trainer.

Schon der Start war aus der stabilen Defense heraus furios: Frankfurt wusste um die Gießener Stärke unter den Brettern und versuchte, ihnen diese wegzunehmen. Und was machten die Pointers? Sie schossen sich von außen heiß. Schon das erste Viertel endete 27:11 für den VfB, und zur Pause lag die Führung bei einem komfortablen 40:23. Nach dem dritten Viertel wuchs der Vorsprung der Gießener sogar auf 24 Punkte an, sodass der Sieg vorzeitig in trockenen Tüchern war. »Wir haben das Spiel völlig dominiert, vor allem die Verteidigungsarbeit war Klasse«, freute sich Kostic.