Der erste Dämpfer

Nach dem guten Saisonbeginn mit zwei Siegen in den ersten zwei Spielen sind die VfB Gießen Pointers in der 2. Basketball-Regionalliga erstmals als Verlierer vom Feld gegangen. Mit 62:69 (27:31) unterlag die Mannschaft von Trainer Dejan Kostic bei Eintracht Frankfurt.

»Wir haben es nicht geschafft, unseren Gameplan umzusetzen, sondern haben versucht, uns an das schnelle Spiel von Frankfurt anzupassen. Das war der Fehler«, erklärte Kostic, warum es an diesem Tag bei den Pointers nicht so recht laufen wollte. Ohne Tobias Gansel, dafür aber erstmals in der Saison mit Lucas Mayer an Bord, konnte der VfB das Pick-and-Roll Frankfurts nicht verteidigen. Vor allem aus der Distanz ließen die Mittelhessen den Gastgeber immer wieder zum Schuss kommen, und dieser versenkte im Laufe der Partie stattliche zwölf Dreier. Gießen seinerseits versuchte auch gelegentlich von außen sein Glück, aber die Kenntemich, Pavlovic, Scheld, Schäfer und Co. trafen tatsächlich keinen einzigen Dreier. Somit liefen die Pointers früh einem Rückstand hinterher, auch wenn sie stets in Schlagdistanz blieben. Nach der ersten Halbzeit, die von nur einem Schiedsrichter geleitet wurde, weil sein Kollege im Stau steckengeblieben war, stand es 27:31 aus VfB-Sicht.

In der zweiten Hälfte wurde es noch komplizierter: Zum einen verletzte sich Aufbauspieler Tim Kraushaar gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit, zudem kassierte Zeljko Pavlovic auch noch in der 24. Minute sein bereits fünftes Foul. Damit fehlten Gießen auf einen Schlag zwei wichtige Akteure. Aber da Frankfurt um den mit 28 Punkten (vier Dreier) überragenden Cosmo Grühn ebenfalls nicht sehr überzeugend auftrat, konnte der Gast dennoch bis zum Schluss seine Chancen wahren.

So hatten die Gießener beim 62:63 Ballbesitz, und Kostic hatte sein Team in einer Auszeit neu eingestellt. »Aber auf dem Weg von der Bank bis zur Mittellinie haben wir es geschafft, das Gesprochene komplett zu vergessen«, so Kostic. Die Pointers verloren den Ball, begingen ein unsportliches Foul und kassierten 40 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zum 62:65. Danach folgten zwei Ballverluste, und das Spiel war verloren.

»Wir waren offensiv zu unintelligent und in der Defense nicht konzentriert und zu lasch. Wir haben unsere Automatismen nicht gespielt und haben noch viele Baustellen. Frankfurt hat verdient gewonnen«, bilanzierte der Trainer.

VfB Gießen Pointers: Miller (18), Mayer (4), Kraushaar (3), Schäfer (7), Scheld, Pavlovic (2), Kenntemich, Henke (4), Herwig (17), Biallas (7).