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15. Spieltag - Spielbericht |
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Montag, 9. Januar 2012 |
Rote Laterne leuchtet nun in Gießen
(lad) Die elfte Niederlage in Serie kassierten die VfB Giessen Pointers gestern im Kellerduell
der Pro B. Und das zu Hause mit 91:108 gegen das bisherige Schlusslicht BG Illertal-
Weißenhorn – bisherig, weil nach dieser Niederlage nun die Pointers auf den letzten Platz
zurückgerutscht sind.
Zur Verteidigung der Mittelhessen muss angemerkt werden, dass diese unter äußerst
schlechten personellen Umständen auf das Parkett mussten, da Zeljko Pavlovic
urlaubsbedingt fehlte und der Ersatz für den seit diesem Jahr nicht mehr zum Kader
gehörenden Danny Sumner, der Amerikaner Jarrel Smith, zwar rechtzeitig vor dem Spiel in
Gießen eintraf, aber noch keine Spielberechtigung von der Liga erhalten hatte. Außer einer
Handvoll Guards und einer Handvoll Centern blieb für Coach Dejan Kostic mit dem erst
18-jährigen Robin Pflüger also nur noch ein einziger „echter“ Flügelspieler übrig, und der
hatte genau wie Dominic Lockhart, der gegen Weißenhorn eine halbe Stunde auf dem Feld
stand, keine zwei Stunden zuvor bereits ein NBBL-Spiel bestreiten müssen. Weißenhorn auf
der anderen Seite konnte trotz des zeitgleichen Bundesligaspiels von Ulm gegen die Gießen
46ers seine Doppellizenzler Femi Oladipo und Marcel Heberlein einsetzen und hatte mit
den Amerikanern Dominique Jones und John Falkner jr. zwei hochkarätige Neuzugänge, die
auch beide voll einschlugen: Jones verbuchte 28 Punkte, sieben Assists, sechs Rebounds und
sieben gezogene Fouls, bei Falkner waren es 18 Punkte und acht Rebounds. Auch der kurz
vor Weihnachten verpflichtete Guard Michael Mercer glänzte mit 19 Punkten, vier Assists,
fünf Rebounds, vier Blocks und zwei Steals. Alles in allem ein Wunder überhaupt, dass
Gießen erstaunlich gut mithalten konnte.
Entgegen der sonstigen defensiven Pointers-Spielweise wurde die Partie von Beginn an ein
offener Schlagabtausch, wie die insgesamt 200 Punkte bereits verraten. Vor allem dem mit
30 Punkten erfolgreichen Derrick Stevens hatte es Gießen zu verdanken, dass der 28:34-
Rückstand aus dem ersten Viertel zur Halbzeit in ein 54:46 gedreht werden konnte. Allem
voran die Trefferquoten des VfB bestachen, der in den ersten 20 Minuten beispielsweise 5/
8 Dreier traf. Anders nach dem Seitenwechsel, als die Bilanz in derselben Sparte 0/9 lautete.
Dennoch konnten die Pointers die Führung bis zum 62:53 (24.) halten, dann erfolgte ein 2:19-
Einbruch auf 64:72 (28.), der den schwindenden Kräften zu schulden war. Doch Gießen gab
nicht auf und blieb bis zur 34. Minute mit 80:84 dran und hatte somit noch gute Aussichten
auf einen Heimsieg. Aber nachdem Kapitän Felix Rotaru just in derselben Minute sein fünftes
Foul bekam, lief bei den Hausherren nichts mehr und die BG eilte mit einem Schlussspurt
zum insgesamt verdienten Sieg.
„Wir hatten lange einen offenen Kampf und haben gut gespielt, aber dann haben uns unsere
kleine Rotation und unsere Trefferquote zu schaffen gemacht. Weißenhorn hat im Endeffekt
verdient gewonnen, aber mit 17 Punkten ist das zu hoch ausgefallen“, konnte Kostic seinem
Team angesichts der schlechten Umstände und des großen Kampfes keinen Vorwurf machen.
VfB Giessen Pointers: Stevens (30/3), Pflüger (5), Dominic Lockhart (6), Biallas (8), Felix
Rotaru (19), Zabel (11), Sebastian Rotaru (2), Göttker, Pfannmüller, Sherman Lockhart (10/
1).
BG Illertal-Weißenhorn: Jones (28/4), Vojkovic (6/2), Heberlein, Oladipo (16), Falkner (18),
Mercer (19), Simic (10), Butler (9), Schlüter (2), Andreas Wenzl.
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