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Samstag, 4. September 2010 |
(lad) Spannender Auftakt beim 3. Pointers Cup in der Osthalle Gießen: Am Freitagabend lieferten sich die beiden Basketball-Pro-B-Ligisten VfB 1900 Gießen Pointers und die Licher BasketBären zwar kein besonders ansehnliches, aber immerhin ein packendes Duell vor rund 250 Zuschauern, in dem Lich die Hausherren letztlich verdient mit 83:79 (49:30) niederringen konnte.
Die BasketBären landeten einen Start nach Maß: Nachdem Gießen durch
Patrick Unger das 4:2 nach einer Minute erzielt hatte, spielten die
Gäste wie aus einer anderen Welt und legten einen 17:0-Lauf auf 19:4
hin. Dabei überzeugte Lich vor allem durch seine stabile Defensive,
gegen die die Pointers in dieser Phase nicht den Ansatz eines
Durchkommens fanden, und traf zudem auch die schwierigsten Würfe. Bis
zum Ende des ersten Viertels setzte sich dieses Szenario gegen nervöse
und reboundschwache Gießener fort, sodass Lich mit einem komfortablen
31:11 in die Pause ging. Und auch im zweiten Viertel spielten die
Bierstädter wie ein Aufstiegskandidat und hatten in der 13. Minute ein
39:13 zu Buche stehen. Mann dieser Phase war Peer Wente, der innerhalb
von drei Minuten zwölf Zähler - eigentlich 13; ein von den Referees
gegebener Dreier ging an der Anzeigetafel »verschütt’« - erzielte.
Bis zum 44:18 nach 17 Minuten lief noch alles zugunsten von Lich, doch
eine Verletzung von Pointguard Rolf Scholz brachte die Wende. Ohne den
Kapitän, der sich am Oberschenkel zerrte, ging der Licher Spielfluss
verloren, und Gießen erstarkte. Angetrieben von zwei motivierten
Amerikanern - außer Josh Washington verstärkt nun Shawn Elliot die
Mannschaft, nachdem das Try-out für Schifino wegen fehlender Fitness
bereits beendet war - kämpfte sich der VfB heran und lag zur Halbzeit
nur noch 30:49 hinten.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt Gießen seine verbissene Gangart im
kampfbetonten Spiel aufrecht; vor allem Sebastian Rotaru und der Licher
Armin Willemsen wurden gestern keine Freunde. In der 28. Spielminute
geschah schließlich, was in der ersten Halbzeit niemand mehr für möglich
gehalten hatte: Gießen ging zum ersten Mal seit der ersten Minute in
Führung. Zwei sicher verwandelte Freiwürfe von Rotaru vollendeten einen
13:0-Lauf auf 55:54. Aber Lich kämpfte dagegen und profitierte davon,
dass sich die Pointers in Center-Nöte brachten, indem Nils Steuber
bereits am Ende des dritten Viertels und Oliver Biallas Mitte des
letzten Viertels jeweils ihr fünftes Foul kassierten. In der 36. Minute
hatte Lich mit einem stark aufspielenden Derrick Webb bereits wieder ein
Zehn-Punkte-Polster zum 75:65 gelegt. Aber die 1900er gaben nicht auf
und verkürzten bei zwei noch verbleibenden Spielminuten auf 75:79. Der
Ballbesitz wechselte nun häufig, und während Gießen seine Dreierversuche
danebensetzte, spielte Lich konzentriert die Uhr zum verdienten Sieg
herunter.
»Der Start war besser als vorgestellt, aber ohne Rolf Scholz lief es
nicht mehr. Wir haben zwar noch verdient gewonnen, müssen es aber
hinbekommen, die Verantwortung in so einem Fall zu übernehmen«,
resümierte Lichs Trainer Igor Starcevic. »Wir haben in der ersten
Halbzeit das probiert, was zuletzt geklappt hatte, aber das hat heute
nicht geklappt. Danach haben wir umgestellt und unser Potenzial
gezeigt«, war sein Kollege Dejan Kostic von den Pointers zufrieden.
Pointers: Wosnitza (5), Unger (6), Washington (18), Sebastian
Rotaru (8), Biallas (6), Pavlovic (14), Steuber (5), Nützel (3), Henke
(4), Elliot (10), Göttker.
BasketBären: Scholz (4), Klassen (19), Schläfer (2), Wente (12), Fairley (17), Webb (12), Willemsen (9), Christen (4), Käufer (4), Körber.
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