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VfB-Aufstieg finanziell realisierbar |
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Samstag, 6. Februar 2010 |
Seit geraumer Zeit sind die Kräfteverhältnisse, was die Basketball-Landschaft im Gießener Raum anbelangt, klar gesteckt: Auf dem Thron sitzen die 46ers, den Unterbau bildet Lich, der "ewige Dritte" in diesem Bund ist der VfB 1900 Gießen. An dieser Rangfolge könnte sich in Zukunft etwas ändern, denn der Gießener Regionalligist spielt momentan seine erfolgreichste Saison seit langem und befindet sich als Tabellenführer auf dem besten Weg, den sportlichen Aufstieg in die zweite Bundesliga unter Dach und Fach zu bringen. Dazu müsste der VfB noch nicht einmal Meister werden, auch mit dem zweiten Tabellenrang würden die 1900er das Aufstiegsrecht erwerben und würden damit die Chance erhalten, in die momentane sportliche Heimat der Licher Basket-Bären vorzustoßen, die ihrerseits aktuell mit mageren zwei Saisonsiegen das Schlusslicht der Pro B sind - ein Anlass, um ein "Was wäre wenn"-Szenario zu entwerfen.
Grundsätzlich besteht zunächst einmal die Wahrscheinlichkeit, dass Lich
auch in der kommenden Saison in der Pro B an den Start gehen kann,
selbst wenn die Bierstädter den sportlichen Klassenerhalt nicht unter
Dach und Fach bringen könnten. Für die kommende Saison wird der
Unterbau der Pro A in eine Nord- und eine Süd-Gruppe mit jeweils zwölf
Mannschaften aufgeteilt werden. Das bedeutet im Klartext, dass in der
nächsten Spielzeit die Zahl der Mannschaften, die in der Pro B an den
Start gehen werden, von momentan 16 auf insgesamt 24 erweitert wird.
Gut möglich, dass sich für dieses Vorhaben nur mit Mühe überhaupt
genügend ambitionierte Regionalligisten finden lassen, die ihr
Aufstiegsrecht wahrnehmen.
Die Licher Basket-Bären können den Klassenerhalt in den noch
verbleibenden zwölf Saisonspielen durchaus auch aus eigener Kraft
schaffen. Dazu muss das Team um Kapitän Rolf Scholz, grob geschätzt,
die Hälfte der Spiele des Restprogramms gewinnen, was kein absolut
hoffnungsloses Unterfangen ist. Die Truppe von Coach Gerald Wasshuber
hat im Laufe dieser Saison fast kein Spiel deutlich verloren, sich
zuletzt mit den beiden amerikanischen Importspielern Mychal Green und
Thomas Fairley gut verstärkt, erhält zukünftig noch Unterstützung durch
den jüngst mit einer Doppellizenz ausgestatteten 46ers-Spieler Johannes
Lischka, zudem steht entgegen bisheriger Prognosen wohl doch noch ein
Comeback des lange Zeit an der Schulter verletzten Licher Urgesteins
Viktor Klassen im letzten Drittel der Saison an - warum sollte man den
Lichern unter diesen Umständen keine Siegesserie zutrauen?
Finden sich nicht genügend Kandidaten oder verzichtet ein
aufstiegsberechtigter Regionalligist auf sein Teilnahmerecht, greift
ein Passus der Pro-B-Ausschreibung. Dieser besagt, dass die beiden
Absteiger der Pro B wieder in dieser Klasse spielberechtigt sind, wenn
nicht genügend Lizenzbewerber für die Liga zur Verfügung stehen.
Momentan setzt sich die Pro B aus jeweils acht Mannschaften aus dem
Nord- und Südbereich zusammen. Gut möglich, dass der eine oder andere
Aufstiegskandidat aus den südlichen Basketball-Regionalligen
Deutschlands ein mit einem Engagement in der zweiten Liga verbundenes
finanzielles Risiko scheut.
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