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19. Spieltag - Vorbericht |
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Donnerstag, 4. Februar 2010 |
„In Derbys entscheiden immer Nuancen“
(lad) Eine Woche nach dem wichtigen Sieg im Topspiel beim MTV Stuttgart steht für die VfB 1900 Gießen Pointers in der heimischen Doppelturnhalle (Sonntag, 17.30 Uhr) ein Hessenderby gegen den jahrelangen Rivalen MTV Kronberg auf dem Plan. Dabei erwartet Pointers-Trainer Dejan Kostic ein hartes Spiel: „Bei Derbys weiß man nie, wo man steht. Zudem benutzen beide Teams das gleiche Spielsystem und die gleiche Logik; da entscheiden immer Nuancen. Das ist schon seit Jahren so.“
Vielleicht liegt diese Ähnlichkeit der Spielsysteme auch an der
Herkunft des Trainers, denn auch Kronbergs Coach Miljenko Crnjac ist
ein Meister darin, sein Team in der Verteidigung stark zu machen. So
haben die Südhessen die zweitbeste Defense der Liga nach Gießen, was
die Begegnung umso spannender gestalten dürfte. Dabei spielt es auch
keine Rolle, dass Kronberg nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge gegen
die Topteams der Liga mit nunmehr insgesamt 7:10 Siegen im hinteren
Mittelfeld der Liga rangiert. Denn Kostic weiß: „Wenn Kronberg ins
Laufen kommt, dann laufen sie heiß“, und erinnert sich an die packenden
Duelle der letzten Jahre. Wie etwa in der Hinrunde, als der MTV mit
einer Führung ins Schlussviertel ging und nur dank des starken
24:9-Schlussspurts Gießens niedergerungen werden konnte. Oder in der
letzten Saison, als Gießen beinahe einen 20-Punkte-Vorsprung noch
verspielte. Schwächer als Gießen sind die Taunusstädter in dieser
Saison allerdings in der Offensive, denn hier steht die geringste
Punktausbeute aller Teams zu Buche. Dies mag auch daran liegen, dass
nach namhaften Abgängen (u.a. Marian Schick, Sebastian Köhnert, Florian
Hennen) nur wenige Backups mit Regionalliga-Niveau auf der Bank sitzen,
die die Topscorer Jonathan Mesghna (18,7 PPG) und Michael Comick (20,9
PPG) entlasten können.
Einen kleinen Nachteil erfuhr der VfB, der von den Spielern
her in Bestbesetzung auflaufen kann, allerdings durch eine Erkrankung
von Kostic. Dieser konnte das Training unter der Woche nicht leiten und
wird im schlimmsten Fall auch beim Spiel nicht anwesend sein können.
Doch er ist dennoch zuversichtlich: „Die Jungs wissen auch ohne mich,
was sie machen müssen; da habe ich vollstes Vertrauen“, weiß Kostic um
die Führungs- und Trainerqualitäten von beispielsweise Felix Rotaru
oder Patrick Unger, die für ihn in die Bresche springen könnten.
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