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19. Spieltag | 05.02.2012 - 17:30 Uhr

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vs.
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Till Wosnitza
Donnerstag, 4. Februar 2010
Till Wosnitza (Foto: Michael Schepp)

Aufbauspieler der Gießen Pointers


1,76 Meter sind nicht unbedingt eine Körpergröße, die man spontan mit Basketball in Verbindung bringt, aber dennoch wurde er von seinem Trainer unlängst als „Gigant“ auf dem Feld bezeichnet: Till Wosnitza von den VfB 1900 Gießen Pointers. Zu verdanken hat der 22-jährige Aufbauspieler diese Lorbeeren seiner starken Leistungsentwicklung und seiner Präsenz in der Halle. Erst am vergangenen Wochenende legte er ein Glanzspiel beim Meisterschaftskandidaten MTV Stuttgart hin und führte seine Mannschaft zum Sieg, womit diese ihre Vormachtstellung in der Regionalliga untermauerte.

„Ich finde, dass Till momentan der beste Aufbauspieler in Gießen ist“, bekundet Pointers-Trainer Dejan Kostic und begründet dies wie folgt: „Er ist menschlich ein toller und intelligenter Kerl, der mit seinem starken Willen unglaublich lernfähig ist und sehr schnell umsetzen kann, was man von ihm verlangt. Mit Rolf Scholz und Falko Theilig habe ich schon andere Talente auf seiner Position trainiert, und selbst die konnten die Sachen nicht so schnell umsetzen wie Till.“ So benötigte der in Gießen geborene Licher (der vor zwei Jahren in die Universitätsstadt zog) laut Einschätzung seines Coachs kaum eine Eingewöhnungszeit, als er nach dem Rückzug seiner letzten Mannschaft, dem Regionalligisten TV Lich II, noch während der letzten Saison zum VfB in die Doppelturnhalle der Liebigschule wechselte. „Mittlerweile ist er eine Führungspersönlichkeit geworden und auf dem Feld der absolute Antreiber, von dem wir leben. Erst durch ihn können unsere Topscorer Felix Rotaru und Zeljko Pavlovic ihr hohes Niveau entfalten“, freut sich Kostic über das funktionierende Zusammenwirken der individuellen Pointers-Einzelteile, das sich bislang durch eine drückende Überlegenheit in der Liga und die Eroberung der Tabellenführung ausdrückte.

Till Wosnitza (Foto: Michael Schepp)Das gute Klima und der sportliche Erfolg sorgen dafür, dass Wosnitza sich bei den Pointers rundum wohl fühlt: „Ich bleibe auf jeden Fall hier; egal, ob wir aufsteigen oder nicht. Mit dem Trainer und der Mannschaft komme ich sehr gut aus und konnte mir von unseren erfahrenen Leadern Felix und Zeljko viel abgucken und mich dadurch weiterentwickeln“, erklärt der Student für gymnasiales Lehramt in den Fächern Politikwissenschaft und Deutsch, das er zum Sommersemester um das Fach Sportwissenschaften aufstocken will. Die Meisterschaft erachtet er für seine aus Routiniers und Nachwuchsspielern gut gemischte Mannschaft als realistisches Ziel: „Wir haben bis hierhin gezeigt, dass wir’s können, jetzt wollen wir auch Erster werden“, zieht der aus Lich stammende Pointguard nach 18 von 30 Spieltagen ein Zwischenfazit und hätte vor der höheren Liga keine Angst: „Ich denke, dass ich mich auch in der Pro B durchsetzen könnte.“ Seine sogar für einen Aufbauspieler geringe Körpergröße erlebt er nicht als Nachteil: „Natürlich muss ich mir deshalb oft Sprüche anhören und werde von meinen Gegnern unterschätzt. Man muss halt damit leben, dass es die weit verbreitete Ansicht ist, dass Basketballer groß sein müssen. Aber genau das finde ich schön an Basketball; dass es eine Sportart für Große ist, in der auch Kleine ihre Lücken finden.“ Und genau die findet Wosnitza, der bereits im Vorschulalter mit dem Basketballspielen begann, regelmäßig. Vor allem der Einsatz des kleinen Kraftpakets beeindruckt seinen Trainer Kostic: „Till hat trotz seiner Größe keine Angst – er geht da hin, wo es weh tut und überrollt seine Gegner.“ So gelingt ihm seine Aufgabe, das Team auf dem Feld zusammen zu halten und in der Defensive Impulse zu setzen, völlig, wie man an der mit Abstand besten Defensivstatistik der gesamten Liga sieht.

Till Wosnitzas schon von Weitem sichtbare Tätowierung am Oberarm in hebräischer Schrift bedeutet übrigens „Jugendzeit“, mit der er nach dem Abitur in einen neuen Lebensabschnitt startete. Bleibt ihm und den Pointers für die nahe Zukunft zu wünschen, dass in Kürze ein neuer sportlicher Abschnitt beginnen und dieser den Namen Pro B tragen wird.

Spielerprofil: Till Wosnitza
 
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