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15. Spieltag - Spielbericht |
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Montag, 19. Januar 2009 |
Peinliche Blamage des VfB in eigener Halle gegen den Letzten
Gegen vier Mann den Kürzeren gezogen – Dejan Kostic mächtig angefressen und enttäuscht
Es war ein verrücktes und auch denkwürdiges Basketballspiel was sich die beiden Kontrahenten gestern Abend in der altehrwürdigen Doppelturnhalle lieferten. Die 150 Zuschauer rauften sich die Haare, zitterten mit dem VfB mit, erinnerten sich wohl teilweise an die guten, alten Zeiten und mussten schließlich mit hängenden Köpfen die Halle verlassen. Mit 100:97 (42:34, 84:84) nach Verlängerung siegte der Tabellenletzte aus Göppingen und die Enttäuschung hinterher bei den 1900ern war immens groß. „Die TS war besser als wir und deswegen das Spiel gewonnen“, fasste VfB-Übungsleiter das Geschehene hinterher in Kurzform zusammen und konnte dabei seine säuerliche Miene und seine Enttäuschung nicht verbergen. Seine Mannschaft kam beinahe die komplette Spielzeit viel zu pomadig und überheblich daher und leistete sich die Peinlichkeit gegen nur noch vier Mann zu verlieren.
VfB 1900 Gießen Pointers - TS Göppingen 97:100 n.V.
Beide Klubs lieferten sich ein unansehnliches Gefecht, in dem die
vermeidbaren Fehler kaum zu zählen waren. Nach Anfangsschwierigkeiten
kam der VfB in Tritt und führte nach drei Minuten mit 9:2. Nach zehn
gespielten Minuten lag man mit 19:13 vorne und legte in den folgenden
60 Sekunden einen 6:0-Lauf hin, der sich später als Bumerang erweisen
sollte. Manch Spieler glaubte wohl es würde ein Selbstläufer werden,
aber dies war nur Wunschdenken. Die Schwaben ließen sich nicht hängen
und drehten auf. Bis zur Halbzeit drehten sie den Spieß um und führten
ihrerseits mit 42:34. Wer dies aber als Weckruf erhoffte, sah sich
getäuscht. Das Motto „Wird schon irgendwie gut gehen“ schien die
VfB-Spieler geistig erfasst zu haben und so gingen sie auch zu Werke.
Die TS nutzte diese Überheblichkeit und führte nach dem dritten Quarter
mit 70:50. Jetzt endlich erkannte der Gastgeber den Ernst der Lage und
zündete den Turbo. Felix Rotaru war nicht mehr zu halten, Till Wosnitza
– der ein tolles Debüt feierte und enorm aggressiv war – kurbelte das
Spiel an und der Rest des Teams war nun auch heiß wie Frittenfett. Mit
14:1 überrannten die Unistädter den Gast und verkürzten auf 64:71
(35.). Der bewahrte aber Ruhe und lag 100 Sekunden vor dem Ende der
regulären Spielzeit mit 79:70 vorne. Hier verloren sie durch zu hohe
Foulbelastung ihren fünften Feldspieler und Zeljko Pavlovic donnerte
drei Sekunden vor Schluss ihnen einen Dreier zum 84:84 in die Reuse.
Verlängerung. Eigentlich eine klare Angelegenheit, denn der Übermacht
kann man nicht entgegen stehen. Wenn da nicht auf einmal der „Ego-Trip“
einiger wieder durchgekommen wäre. Bei den Hausherren wollte nahezu
jeder der Held werden und es sah aus wie im „Wilden Westen“. Kostics
Mannen gruppierten sich schön aufgereiht an der Dreierlinie und
schossen wild drauf los. Nur das war nicht so abgesprochen. Felix
Rotaru hing völlig in der Luft und hätte die Hallendecke bestaunen
können. Kein Ball kam mehr zu ihm und er sah die Fehlwürfe nur noch so
um sich fliegen. Die Gäste lachten sich ins Fäustchen und hielten
locker mit. Immer wieder kamen sie zu einfachen Penetrationen, die
nicht unterbunden werden konnten und schlossen diese erfolgreich ab und
brachten das Spiel unter Dach und Fach. 6:40 Minuten lang spielte der
VfB insgesamt gegen vier Gegner und verlor letztlich verdient. Eine
echte Blamage. Hinterher gab es noch heftige Diskussionen mit den
Schiedsrichtern, wegen eines nicht gegebenen Einwurfs 22 Sekunden vor
Schluss. Einer der beiden Herren in Grau lieferte sicher eine
unsägliche Leistung ab und brachte jeden in Aufruhr, aber daran lag es
sicher nicht. Ach übrigens, den Einwurf warf die TS ins Aus und der VfB
war dann ohne Zeitverlust wieder in Ballbesitz.
VfB 1900 Gießen Pointers: Atoberhan (2), Zabel (7), Hillgärtner
(11/1 Dreier), Schläfer (3), Pavlovic (11/1), Biallas (4), S. Rotaru
(5), Dirlic (10/2), F. Rotaru (32), von Lehmden (2), Wosnitza (10).
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