20 verworfene Freiwürfe kosten Sieg
VfB 1900 Gießen verliert das letzte Heimspiel gegen DJK/MJC Trier mit 70:73 (41:33)
(jcs) »Am Ende ist es egal, wie du spielst. Wenn der Gegner ein oder zwei Körbe mehr macht, ist das Spiel verloren«, lautete die einfache Basketball-Weisheit von Gießens Trainer Dejan Kostic nach der 70:73-Heimniederlage vor 150 Zuschauern im letzten Saisonspiel der Regionalliga.
Einen Einfluss auf den Ausgang dieser Runde hatte die Niederlage gegen
die DJK/MJC Trier nicht, der dritte Platz war dem VfB 1900 Gießen
ohnehin nicht mehr zu nehmen. Die Gäste aus Trier konnten vor allem
dank dem glanzvollen Auftritt der Bundesliga-Legende »Charly« Brown,
der sich in der 33. Minute aber am Knie verletzte, diesen Sieg
einfahren. Bei den Lahnstädtern war es vor allem die miserable
Freiwurfquote, die den Sieg kostete. »Wir haben 20 Freiwürfe verworfen,
das ist schon eine beeindruckende Quote«, scherzte Kostic anschließend
mit Galgenhumor.
Dabei hatte es in der ersten Halbzeit noch nach
einem dominanten Auftritt seiner Schützlinge ausgesehen. Das erste
Viertel ging nach einer zwischenzeitlichen 19:9-Führung mit 22:16 an
die Hausherren, zur Halbzeitpause führte Gießen mit 41:33. Doch dann
ging es los, die Körbe in der Doppelturnhalle wurden zum Fremdkörper
für die Mittelhessen. Der herausgearbeitete Vorsprung schmolz dahin. In
der letzten Minute der Partie lag der VfB 1900 Gießen noch mit 70:69
vorne, beging dann aber ein laut Kostic »dummes Foul«. Die Trierer
verwarfen beide Freiwürfe, sicherten sich aber den Offensivrebound und
gingen durch einen Dreier mit 72:70 in Führung. 20 Sekunden vor Schluss
hatte Gießen den Ball, Felix Rotaru wurde gefoult, setzte aber beide
Freiwürfe daneben. Ein schnelles taktisches Foul führte zur
73:70-Führung der Gäste, die Hausherren hatten noch einmal Einwurf an
der Mittellinie, Toni Dirlic kam noch zu einem Dreier, der prallte
jedoch nur auf den Ring und sprang aus dem Korb hinaus.
VfB 1900 Gießen: Perl (4), Pavlovic (22), F. Rotaru (22), S. Rotaru (6), Mustafic (5), Dirlic (5), Schmid (2), Hillgärtner (4).
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