VfB 1900 Gießen nach Pause auf Betriebstemperatur
84:69 in Saarlouis – Nach Ganzfeldpresse 14:2-Lauf für die Mittelhessen – In Hälfte zwei Anspiel auf Center forciert
(alv) Schade, dass der VfB 1900 Gießen in den entscheidenden Momenten dieser Saison nicht seine Bestform abrufen konnte und die Möglichkeit auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 2. Liga durch Niederlagen in den Rückrundenduellen gegen Kronberg und Dürkheim/Speyer verspielte. Das Ergebnis, mit dem der VfB 1900 vom gestrigen Auswärtsspiel in Saarlouis zurückkehrte, zeigte einmal mehr, dass für die Rotaru und Co. in dieser Spielzeit wesentlich mehr drin war. Der 84:69 (34:38)-Auswärtserfolg im Saarland bedeutete schon den 17. Erfolg im 21. Saisonspiel.
»Wir haben Höhen und Tiefen durchlaufen. Nach der langen Fahrt hatten
wir am Anfang ein paar Probleme, einen Rhythmus zu finden. Mit
zunehmender Spielzeit haben wir aber immer besser in die Partie
hineingefunden. In der zweiten Halbzeit ist unsere spielerische
Überlegenheit dann auch im Ergebnis zum Ausdruck gekommen«, resümierte
VfB-Coach Dejan Kostic nach dem Spiel beim TVS, der den besseren Start
erwischte und nach sieben Minuten mit 16:9 in Führung lag. Der VfB 1900
glich bis zum Viertelende aus (21:21), geriet bis zur 16. Minute aber
erneut mit 25:36 ins Hintertreffen. Mit einem 7:0-Lauf verkürzten die
1900er kurz vor der Halbzeit auf 32:36. Zu Beginn der zweiten Hälfte
stellte Kostic auf eine Ganzfeldpresse um. Das zeigte Wirkung. Mit
einem 14:2-Lauf ging der VfB mit 48:40 in Führung (23.). Saarlouis kam
zwar innerhalb von 100 Sekunden wieder auf 47:48 heran, doch die
Gießener hatten nun ihre »Betriebstemperatur erreicht«, wie es Kostic
nach dem Spiel ausdrückte. Neben der Tatsache, dass man den Gastgebern
mit einer aggressiven Verteidigung große Probleme im Ballvortrag
bereitete, gingen die Lahnstädter nun auch im Angriff cleverer und
weniger überhastet zu Werke als in der ersten Hälfte, in der man viele
leichte Punkte vergeben und zu selten das Anspiel auf die
Centerpositionen, wo man laut Kostic Vorteile besaß, gesucht hatte.
Nach einem 8:0-Lauf lag der VfB mit 56:47 vorne. Dieser Vorsprung wurde
bis zum Schluss kontinuierlich ausgebaut.
VfB 1900 Gießen: Filip Piljanovic (2), Hillgärtner (13), Felix Rotaru
(17), Mustafic, Perl (9), Pavlovic (20), Ivica Piljanovic (10),
Sebastian Rotaru (2), Dirlic (11).
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